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6 Gründe, warum Sie Infografiken erstellen sollten

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6 Gründe, warum Sie Infografiken erstellen sollten:

Mit Infografiken lassen sich komplexe Informationen einfach darstellen: Ansprechend gestaltet werden auch schwierige Inhalte attraktiv und tragen die Kompetenz des Absenders nach außen. Entsprechend gewachsen ist die Beliebtheit dieser Art der Datenvisualisierung in den letzten Jahren. Wir haben in sechs Punkten zusammengefasst, warum Infografiken so gut funktionieren.

1. Unser Gehirn ist faul

Bekannte_Muster für unser Gehirn
Unser Gehirn verarbeitet visuelle Informationen deutlich besser, da es sich bereits bekannten Mustern bedient.

Das menschliche Gehirn ist zwar hoch entwickelt, aber auch faul und ein absolutes Gewohnheitstier . Es ordnet Wahrnehmungen automatisch und für uns selbst unbewusst bereits bekannten Mustern zu, um so die tägliche Flut an Informationen verarbeiten zu können. Eine sinnvoll gestaltete Infografik bedient solche Muster, in dem bei der grafischen Darstellung beispielsweise auf bereits gelernte Symbole zurückgegriffen wird. Das erspart unserem Gehirn anstrengende Schritte zum Verständnis.

2. Unsere Wahrnehmung ist visuell geprägt

Sinneseindrücke
83% menschlicher Sinneseindrücke sind visuell.

Nicht alle unsere Sinne werden bei der Wahrnehmung unserer Umgebung gleichermaßen genutzt: 83 % unserer Sinneseindrücke sind visuell. Auch das ist also eine Gewohnheit für unser Gehirn: Wir brauchen unsere Augen, um unser Umfeld zu erkunden, zu begreifen und zu interagieren. Es suggeriert uns unbewusst: Was wir sehen können, ist faktisch da – die grafische Darstellung von Content erhöht somit also auch die Glaubwürdigkeit beim Betrachter. Das menschliche Gehirn nimmt visuelle Inhalte um das 60.000-fache schneller wahr als textliche Inhalte. Entsprechend verstehen wir Texte oder Vorträge besser, wenn sie durch eine Visualisierung unterstützt werden. Zusätzlich bleiben wir länger konzentriert.

3. Wir erinnern am besten, was wir sehen und machen

Beispiel interaktives Erklärvideo

Visuelle Informationen behalten wir besser im Gedächtnis: Es fällt uns deutlich leichter, Gesehenes präzise zu beschreiben als beispielsweise einen Geruch oder einen Geschmack. Letztlich funktionieren unsere Sinne aber am besten im Zusammenspiel: Durch die parallele Ansprache mehrerer Sinne werden in unserem Gehirn mehrere unbewusste Assoziationen gleichzeitig aktiviert: Unsere Aufmerksamkeit steigt und wir behalten und erinnern Informationen besser. Erklärvideos und interaktive Elemente sind daher noch besser zur Informationsvermittlung geeignet als rein statische Infografiken.

Das KOFA (Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung) entwickelt zusammen mit IW Medien interaktive Videos, um Informationen für kleinere und mittlere Unternehmen bereitzustellen – hier zum Thema Digitalisierung. Durch diese Art der Interaktion werden Informationen leicht verstanden und gleichzeitig besser auf den Nutzer zugeschnitten, da dieser selbst wählen und sich durch Abschnitte des Videos bewegen kann.

4. Die Informationsdichte hat sich verändert

Aber nicht nur wahrnehmungspsychologische Aspekte unterstreichen die Funktion von Infografiken, auch gesellschaftliche Entwicklungen zeigen die Relevanz grafischer Darstellungen: Die Flut an Information, die wir täglich verarbeiten müssen, ist durch die Digitalisierung gestiegen. Gleichzeitig sinkt die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von Jugendlichen. Das Bedürfnis nach gut aufbereiteten Infografiken, die auf das Wesentliche reduziert und trotzdem verlässlich sind, wächst.

5. Infografiken unterstützen die Botschaft

Beispiele Formate Infografiken

Für den Absender einer Botschaft hat eine Infografik immer den Vorteil, dass sie sich gut auf bestimmte Kernaussagen und Informationen anpassen lässt. Je nach Aussage, können unterschiedliche Formate gewählt werden, die zum Verständnis des Sachverhaltes beitragen: Vergleiche, Verhältnisse, Beziehungen, Hierarchien, Prozesse, Entwicklungen – für jeden Fall gibt es eine passende Möglichkeit. So wird nicht nur unsere visuelle Wahrnehmung angeregt, sondern auch eine inhaltliche Verbindung zwischen Information und Gestaltung erzeugt, die das Verständnis fördert.

 

6. Wir teilen unser Wissen gern

Facebook-Postsweisen eine 94 % höhere Engagement-Rate auf, wenn sie durch ein visuelles Element unterstützt werden. Infografiken können ein entsprechend wichtiger Teil der Visual-Content-Strategie sein: Sie werden gern und einfach geteilt und erreichen Multiplikatoren, die die Reichweite der Information fördern und den Traffic steigern. Durch die Verwendung eines einheitlichen Looks beziehungsweise eines Corporate Designs, kann gleichzeitig auf einfachem Wege die Marken- oder Unternehmensbekanntheit gestärkt werden.

Fazit

Infografiken funktionieren, da sie die verschiedenen Wahrnehmungsschwerpunkte des Menschen ansprechen und Gestaltungselemente im Vergleich zu Texten von unserem Gehirn nicht noch dekodiert werden müssen – wir sparen Schritte, was uns das Verstehen und schnelle Erfassen deutlich erleichtert. Der Absender kann verschiedene Formate wählen, die die jeweiligen Aussagen optimal unterstützen und diese beispielsweise in den sozialen Netzwerken teilen. Sie steigern die Bekanntheit, aber auch Kompetenz und Glaubwürdigkeit einer Marke oder eines Unternehmens. Infografiken sind daher ein wirksames Content-Instrument, das heute und künftig funktioniert. Erstellen Sie Infografiken – es lohnt sich!

 

 

 

Lena Wolff

Animiert?

Lena Wolff
Mediengestalterin der IW Medien

Meine Mission: Zahlen und Fakten zu einem visuellen Erlebnis machen.

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